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Verein will gegenseitiges Verständnis im regionalen Gesundheitsmarkt stärken

Gesundheitsregion Hessen" will auf Kommunikation, nicht auf Lobbyismus setzen

FRANKFURT/MAIN (bee). Wer im Gesundheitsmarkt der Zukunft bestehen will, muss sich besser vernetzen - so jedenfalls das Verständnis der rund 50 Mitglieder des Vereins "Gesundheitsregion Hessen e.V.", die sich vergangene Woche in Frankfurt zur Gründung trafen.

Die Idee für einen Verein, der die wichtigen Köpfe im Gesundheitswesen einer Region zusammenbringen will, hatte Medizin-Anwalt Dr. Karl-Heinz Schnieder aus Münster vor zwei Jahren. Er gründete die "Gesundheitsregion Münster", später auch ähnliche Vereine für Osnabrück/Emsland und für das Ruhrgebiet in Duisburg. "Wir wollen innovative Kräfte aus der Region bündeln und haben daher ein privatrechtliches Vorgehen gewählt. Staatliche Fördergelder wollen wir nicht", betonte Schnieder bei der Veranstaltung in Frankfurt.

Dabei setzt der Verein darauf, kein Lobbyverband zu sein. "Wir wollen Kommunikation fördern und Diskussionen über Defizite ohne die Standespolitik anstoßen", sagte Dr. Hans-Friedrich Spies, Kardiologe und Ärztlicher Direktor des Bethanien-Krankenhauses sowie Vorsitzender des Vereins. "Wir müssen wieder dazu kommen, dass alle im System einander wieder verstehen", sagte Spies der "Ärzte Zeitung".

In den Reihen des ehrenamtlich arbeitenden Vorstandes sind mit Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der Barmer Ersatzkasse, und Dr. Gerd Zimmermann, Vize-Chef der KV Hessen, auch Vertreter der Krankenkassen und der Berufspolitik zu finden. "Die Interessen der Mitglieder können sich widersprechen. Wir wollen die Sorgen der Anderen verstehen und Misstrauen abbauen", erklärte Spies.

Um den Austausch zu forcieren, finden sich unter den Mitgliedern neben Ärzten Beratungsunternehmen, Medizin-Anwälte, Pharma-Vertreter, Steuerberater sowie mit dem Leiter der Frankfurter Filiale der Apo-Bank Carsten Padrock auch ein Vertreter aus der Finanzbranche. Padrock ist auch einer der stellvertretenden Vorsitzenden.

"Wir werden regelmäßige Diskussionen veranstalten und Publikationen veröffentlichen", erklärte Dr. Ingomar Naudts, Allgemeinmediziner aus Rodgau und Geschäftsführer der Projektgesellschaft Managed Health Rodgau-Rödermark, der ebenfalls stellvertretender Vorsitzender des Vereins ist. "Außerdem soll es auch öffentliche Veranstaltungen geben, denn Berührungsängste zum Beispiel zu Patientengruppen gibt es bei uns nicht", erklärte Spies.

Im kommenden Jahr sollen fünf weitere Gesundheitsregionen gegründet werden, unter anderem in München, Stuttgart, Berlin und Hamburg. Auf dem Plan steht auch die Gründung eines Dachverbandes.

Quelle: Ärztezeitung.de

Misstrauen beenden, Kooperation beginnen

"Gesundheitsregion Hessen" aus der Taufe gehoben"

Frankfurt/Rodgau (kd) - Gesundheit ist ein hohes Gut - und das Gesundheitswesen auch angesichts der stetig älter werdenden Bevölkerung eine Branche im Wachstum. Ihre Bedeutung wird schon an der Beschäftigtenzahlen sichtbar, die inzwischen sogar die der Autoindustrie überschreitet. Diese Entwicklung bringt es mit sich, dass medizinische Inhalte immer öfter in den Hintergrund treten, ökonomische Aspekte dominieren. Diese Erfahrung haben die Mitglieder des neuen Vereins "Gesundheitsregion Hessen" gemacht. Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Medizinanwälte, Steuerberater, Vertreter von Krankenkassen und anderen Einrichtungen haben in Frankfurt das "Netzwerk der Gesundheit" aus der Taufe gehoben. Der Verein zählt 63 Beiratsmitglieder, 16 Mitglieder sind im Vorstand aktiv. Einer von ihnen ist Dr. Ingomar Naudts. Der Facharzt für Allgemeinmedizin und Diplom-Ingenieur betreibt in Rodgau-Dudenhofen eine Gemeinschaftspraxis, ist ferner Geschäftsführer der Innomed Dr. Naudts Klinische Forschung und der Managed Health Rodgau Rödermark GmbH. Der Facharzt ist in Rodgau in die Planungen für ein Ärztezentrum involviert. Im Verein "Gesundheitsregion Hessen" ist er Vizepräsident. Naudts und seine Vereinskollegen wollen sich für mehr Ausgewogenheit zwischen Medizin und Ökonomie einsetzen sowie für mehr Transparenz und Kooperation zwischen medizinischen Einrichtungen. "Aus Sicht des Arztes kommen leider die medizinischen Aspekte einer qualitativ hochwertigen Versorgung oft zu kurz", sagte Vereinspräsident Dr. Hans Spies, Chefarzt der kardiologischen Praxis Bethanien in Frankfurt. Ein Grund dafür seien ökonomische Zwänge. Die Organisation, das Zusammenspiel der Akteure in einer Gesundheitsregion sei deshalb ein entscheidender Faktor. In diesem Punkt sieht der Verein Nachbesserungsbedarf. "Die niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Krankenhäuser arbeiten in so unterschiedlichen ordnungspolitischen Rahmenbedingungen, dass keiner mehr die Entscheidungen des anderen nachvollziehen kann", erklärt Spies. "Dies führt zu Misstrauen. Jeder glaubt vom Anderen, er sitze auf dem Geld, das einem selbst fehlt." "Die Krankenkassen sagen: Die Ärzte verdienen zu viel", ergänzt Dr. Naudts. "Die Ärzte sagen: Die Krankenkassen sitzen auf dem Geld." Spies: "In unserem komplexen System müssen deshalb alle Beteiligten vom Arzt bis zur Krankenkasse, vom Krankenhaus bis zur Pflegeversicherung sinnvoll und effektiv zusammenarbeiten." Daher will der Verein alle Akteure an einen Tisch bringen. Konkret sind laut Naudts Vorträge mit Gastrednern, Diskussionsrunden sowie regelmäßige Veröffentlichungen geplant. Eine Internetseite befindet sich im Aufbau. "Wir sind eine offene Plattform", betont Naudts. Nicht nur medizinisches Fachpersonal ist zur Mitarbeit eingeladen, sondern auch Menschen aus anderen Berufsgruppen, die einen Bezug zum Thema haben. Zwei namhafte Vertreter aus der Politik hätten ebenfalls ihr Engagement in Aussicht gestellt.

Quelle: Offenbach-Post online

Die Rolle des Arztes als Unternehmer stärken

Frankfurt. Am Mittwoch, 3. Dezember 2008, riefen 50 Gründungsmitglieder den Verein Gesundheitsregion Hessen e. V. ins Leben. Auf Einladung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank Frankfurt kamen Ärzte, Apotheker, Krankenhausvertreter und verschiedene Gesundheits-Dienstleister aus allen Teilen Hessens zusammen, um den 15-köpfigen Vorstand und einen Beirat einstimmig zu wählen. Dem „Netzwerk für Entscheider im Gesundheitswesen“ so der Titel der Vereinsbroschüre, stehen jetzt als Vorstandsvorsitzende vor: Dr. Hans Spies, ärztlicher Direktor des Cardiologischen Centrums im Bethanien Krankenhaus Frankfurt, seine Stellvertreter Dr. Ingomar Naudts, Mitbegründer des Zentrums für Klinische Forschung Innomed aus Rodgau und Carsten Padrok, Direktor der Niederlassung Frankfurt der Deutschen Apotheker- und Ärztebank sowie Katri Helena Lyck, Medizinanwältin aus Bad Homburg.

Carsten Padrok erklärte die ungewöhnliche Vorstandsgröße so: „Wir möchten im Vorstand genauso breit aufgestellt sein wie der Verein insgesamt.“ Dazu ergänzte der Gesundheitsregionen-Initiator Dr. Karl-Heinz Schnieder, Rechtsanwalt mit Medizinschwerpunkt aus Münster/Westfalen: „Der Verein möchte führende Köpfe aus allen Sektoren des Gesundheitswesens zusammenbringen und eine Plattform für Gespräche auf Augenhöhe bieten. Nicht weniger und nicht mehr. Die Kraft der einzelnen Mitglieder ist es, die das Netzwerk nach vorne bringt.“ Beispiele, wie es funktioniert, liefern die schon bestehenden Vereine in den Gesundheitsregionen Münster, Osnabrück-Emsland und Ruhrgebiet.

Um den Zugang zu erleichtern, hat man sich bewusst für eine moderate Beitragsgestaltung entschieden: Ärzte und Einzelpersonen sind mit 100 Euro im Jahr dabei, Firmenvertreter zahlen 500 Euro pro Jahr. „Heutzutage dominieren immer mehr ökonomische Aspekte in der Medizin, medizinische Inhalte treten in den Hintergrund,“ erläutert Dr. Spies in seiner Antrittsrede und appelliert an ein neues Denken: „Wir müssen Transparenz und Kooperation fördern, denn Intransparenz zwischen den Gesundheitssparten fördert Misstrauen und verhindert ganzheitliche Lösungen. Der hier gegründete Verein soll helfen, wieder eine Ausgewogenheit von Medizin und Ökonomie zu finden.“ Im Verein sollen Meinungsbildner zusammengebracht werden, um Verständnisbarrieren abzubauen und Transparenz herzustellen.

Welche Perspektiven der Gesundheitsmarkt bietet, erörtert Gastredner Prof. Dr. Günter Neubauer, Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie in München. In seinem kurzweiligen Vortrag bezieht Neubauer unter anderem Stellung zur Rolle des deutschen Gesundheitswesens im globalen Markt und veranschaulicht die Dimensionen des Gesundheitsmarktes. So arbeiten heute in Deutschland mehr Arbeitnehmer in der Gesundheitsbranche als im Automobilmarkt. Und in den vielen ländlichen Regionen Deutschlands ist oft das Krankenhaus der größte Arbeitgeber. Wie die Kosten in der Medizin in Zukunft getragen werden sollen, beantwortet der Gesundheitsökonom so: „Die Medizin hat dazu beigetragen, dass wir länger leben. Nun können wir aber nicht erwarten, dass die Gesundheitskosten von immer mehr alten Leuten von immer weniger jungen Leuten getragen werden. Also werden wir länger arbeiten. Und da wird die Medizin ihren Beitrag leisten, dass wir auch noch mit 68, 69 gut arbeiten können.“

So dreht sich der Kreis. Wer Interesse hat, seine Gesundheitsregion im Verein aktiv mit zu gestalten, kann sich an die Geschäftsstelle in der Deutschen Apotheker- und Ärztebank Frankfurt, Mainzer Landstraße 275, 60326 Frankfurt, Tel. 069 795 092 901 wenden.

Der Vorstand von Links nach Rechts: Katri Helena Lyck, Carsten Padrok, Frau Dr. Hahne (Vorsitzende des Beirats), Dr. Hans Spies, Dr. Ingomar Naudts.
Der Vorstand von Links nach Rechts: Katri Helena Lyck, Carsten Padrok,
Frau Dr. Hahne (Vorsitzende des Beirats), Dr. Hans Spies, Dr. Ingomar Naudts.

„Gesundheitsregion Hessen" gegründet

clan. FRANKFURT. Die Vertreter mehrerer Sparten der hessischen Gesundheitswirtschaft haben in Frankfurt den Verein „Gesundheitsregion Hessen" gegründet. Sein Ziel ist es, die Akteure des Gesundheitsmarktes wie Ärzte, Kliniken, Versicherungen, Apotheken, Krankenkassen und Pharmaunternehmen unabhängig von den bestehenden Standesorganisationen zum Wissens- und Ideenaustausch zu­sammenzubringen.

Vorsitzender des Vereins ist Hans-Friedrich Spies, Kardiologe und Ärztlicher Direktor des Frankfurter Bethanien-Krankenhauses. Seine Stellvertreter sind Carsten Padrok, Leiter der Frankfurter Filiale der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, und Ingomar Naudts, niedergelassener Allgemeinmediziner und Geschäftsführer der Managed Health Rodgau-Rödermark GmbH. Unter den rund 50 Gründungsmitgliedern sind unter anderen Gerd Zimmermann, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, und Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der Barmer Hessen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung (04.12.2008)